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Interview Ö1 Mittagsjournal: Finanzkrise - Rothensteiner für 10 Gebote

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Ö1 Mittagsjournal - Michael Csoklich

Die internationale Finanzkrise sei nicht so schlimm wie dargestellt, meint der Generaldirektor der Raiffeisen Zentralbank, Walter Rothensteiner, als Gast im Ö1-Mittagsjournal. Ein guter Teil der Milliardenverluste werde am Ende nicht schlagend werden. Die Verluste würden zwischen 20 und 50 Prozent dessen liegen, was man derzeit höre. Der Grund sei ein Sammelsurium von echten Verlusten - etwa von hunderttausenden Häusern, finanziert zu Preisen, die sie heute nicht mehr wert ist - und Bewertungsverlusten.

An die 10 Gebote denken
Zu Vorschlägen des internationalen Bankenverbands, mehr Transparenz bei Finanzprodukten und Managergehältern zu schaffen, sagte Rothensteiner, man sollte wieder mehr an die 10 Gebote denken und sie einhalten. Mit Hausverstand und guten Manieren komme man weiter. Zur Zeit gebe es "18.000 Regeln" im Bankenkodex, das bringe wenig.

Transparenz schadet nicht
Transparenz könne nie schaden, sagte Rothensteiner. Er glaube allerdings, dass dies weniger mit den Manager-Bezügen zu tun habe. Manche Produkte seien für den Finanzmarkt erfunden worden, die jene Leute, "die sie erfunden haben, selbst nicht verstanden haben". Jedenfalls sei es eine "nie da gewesene Situation". Auf die müsse man reagieren. "Und im Wesentlichen klappt das."

Das gesamte Interview im Original (ca. 15 Minuten) können Sie sich hier anhören: 

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