AGB | Formalrechtliche Dokumente | FATCA | CRS

Hier finden Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, diverse formalrechtliche Dokumente sowie das Unterschriftenverzeichnis der Raiffeisen Bankengruppe Österreich.

Geschäftsbedingungen

 

AGB Download
Allgemeine Geschäftsbedingungen der RZB (Fassung 2013)
   - gültig für Neukunden ab 10. Jänner 2014
   - gültig für Bestandskunden ab 1. April 2014
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Allgemeine Geschäftsbedingungen der RZB (Fassung 2009)
 
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Gegenüberstelllung Fassung 2009 und 2013
 
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Formalrechtliche Dokumente | Compliance

 

 Dokumente Download
 Satzung (Fassung 15.06.2016) PDF-Download
 Auszug Firmenbuch PDF-Download
 US Patriot Act Certification PDF-Download
 Anti-Money Laundering Controls: RZB Group KYC Certification PDF-Download
 Wolfsberg Questionnaire PDF-Download
 Verhaltenskodex der RZB (gem. §7 LobbyG) PDF-Download
 Veröffentlichungen betreffend Corporate Governance und Vergütung
 (gem. § 65a BWG)
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Unterschriftenverzeichnis

Für den Zugang zum Unterschriftenverzeichnis der Raiffeisen Bankengruppe Österreich benötigen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort.
 

Login Unterschriftenverzeichnis


Bei Fragen zum Unterschriftenverzeichnis oder zur Passwortanforderung wenden Sie sich bitte an:

Richard Vettori
Group Services
Tel.: +43-1-71707-2574
E-Mail: richard.vettori@rzb.at

 

FATCA

FATCA bei der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft

Der Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) ist ein US-Gesetz, das am 18. März 2010 beschlossen wurde und am 1. Juli 2014 in Kraft tritt. FATCA normiert im Wesentlichen eine regulatorische Meldepflicht für ausländische Finanzinstitute über ihre Kunden aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Alle betroffenen Einheiten der RZB-Gruppe haben sich zur Umsetzung von FATCA verpflichtet und erfüllen die FATCA Anforderungen.

Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, hat sich bereits als „Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Austria“ auf der Internetseite des Internal Revenue Service der Vereinigten Staaten von Amerika (U.S. IRS) mit dem FATCA Status “Registered Deemed-Compliant Financial Institution (including a Reporting Financial Institution under a Model 1 IGA)” registriert und „28CWN4.00002.ME.040“ als Global Intermediary Identification Number (GIIN) erhalten.

Weiters ist Österreich eine der Jurisdiktionen, die ein Intergovernmental Agreement unterschrieben haben und von den USA als Jurisdiktion mit abgeschlossenem Intergovernmental Agreement Model 2 behandelt werden.


Die Withholding Certificates stehen hier zum Download bereit:

Withholding Certificates Download
W8-BEN-E PDF-Download
W8-IMY PDF-Download


Wir weisen darauf hin, dass die elektronische Archivierung und Übermittlung als PDF-Dokument gemäß
§ 1.1441-1(e)(4)(iv)B) der U.S. Treasury Regulations seit February 2014 zulässig ist.

Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie bitte das FATCA Projektteam.
E-Mail: fatca@rbinternational.com

CRS

CRS (Common Reporting Standard) bei der Raiffeisen Bank International

Im Jahr 2014 hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung einen globalen einheitlichen Standard zum automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten veröffentlicht. Der sogenannte Common Reporting Standard (CRS) ist im Wesentlichen eine regulatorische Meldeverpflichtung für Finanzinstitute in teilnehmenden Staaten (derzeit mehr als 100 Staaten) und verfolgt das Ziel, Steuerhinterziehung zu bekämpfen.

Der CRS wurde im Jahr 2014 in die Amtshilferichtlinie der Europäischen Union eingegliedert und war somit von allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union in nationales Recht umzusetzen. In Österreich erfolgte die Umsetzung des CRS am 14. August 2015 mit dem Gemeinsamen Meldestandard-Gesetz (GMSG).

Aufgrund des GMSG sind österreichische Finanzinstitute verpflichtet, ausreichende Maßnahmen und Verfahren einzurichten, um die steuerliche Ansässigkeit ihrer Kunden (sowohl natürliche Personen als auch Rechtsträger und gegebenenfalls beherrschende Personen) zu identifizieren und gegebenenfalls deren Steueridentifikationsnummer einzuholen. Kunden, die in teilnehmenden Staaten steuerlich ansässig sind, müssen grundsätzlich an die österreichische Steuerbehörde gemeldet werden. Diese tauscht die Informationen gegebenenfalls mit dem/n entsprechenden Ansässigkeitsstaat/en aus.

Die Meldung enthält dabei sowohl personenspezifische Daten als auch Daten über das Konto/Depot inklusive Salden und Kontobewegungen.

Ab 1. Oktober 2016 müssen die notwendigen Verfahren gemäß GMSG flächendeckend von Finanzinstituten in Österreich eingesetzt sein.

Ab diesem Zeitpunkt müssen alle Kunden bei der Neueröffnung eines Kontos oder Depots (Neukonto) eine Selbstauskunft (siehe Formulare) abgeben, auf welcher die steuerliche Ansässigkeit sowie andere relevante Information wie etwa die Steueridentifikationsnummer anzugeben sind.

Unter gewissen Voraussetzungen sind auch von bestehenden Kunden (also Kunden, die bereits vor dem 1. Oktober 2016 eine Geschäftsbeziehung zum Finanzinstitut hatten), die kein neues Konto eröffnen, Selbstauskunftsformulare einzuholen, um die steuerliche Ansässigkeit sowie die entsprechende Steueridentifikationsnummer festzustellen.

Besonders zu beachten ist, dass die Selbstauskunft, obwohl die Meldepflicht ausschließlich Kunden betrifft, die in teilnehmenden Staaten (exklusive Österreich) steuerlich ansässig sind, von jedem Kunden (unabhängig von der steuerlichen Ansässigkeit) zu erbringen ist.

Sollten Kunden Zweifel haben, in welchem Staat sie steuerlich ansässig sind, empfehlen wir unbedingt einen Steuer- oder Rechtsberater zu kontaktieren. Außerdem können sich Kunden auch an bestimmte Beratungsstellen des Finanzamtes wenden.
Zu beachten ist, dass Finanzinstitute nicht dazu befugt sind, rechtliche oder steuerliche Beratungsleistungen zu erbringen.

Weitere Informationen zum OECD Common Reporting Standard finden Sie über das Automatic Exchange Portal der OECD.

 

Formulare & Links:

CRS-Formulare:

Selbstauskunft für Rechtsträger für CRS und FATCA

Selbstauskunft für Privatpersonen und Einzelunternehmer für CRS und FATCA

 

FATCA-Formulare:

W-9

W-8BEN

W-8BEN-E

W-8IMY

Consent to Report (Entbindung vom Bankgeheimnis)

 

Weiterführende Dokumente und Links:

Gemeinsamer Meldestandard-Gesetz (GMSG – siehe Artikel 4)

Durchführungsverordnung zum Gemeinsamen Meldestandard-Gesetz

OECD Standard für den automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten

TIN (Steueridentifikationsnummer)

Online-Prüfmodul für Steueridentifikationsnummern (TIN)

Staaten, die sich zur Umsetzung des CRS verpflichtet haben

 

 

FAQs zum Common Reporting Standard/Gemeinsamer Meldestandard-Gesetz

 

Was bedeutet der Common Reporting Standard/das Gemeinsamer Meldestandard-Gesetz für die Kundenbeziehung?

Das Gemeinsamer Meldestandard-Gesetz (GMSG) verpflichtet alle österreichischen Finanzinstitute ab dem 1. Oktober 2016 die steuerliche(n) Ansässigkeit(en) ihrer Kunden sowie die entsprechende(n) Steueridentifikationsnummer(n) (TIN) zu erheben und diese Informationen elektronisch für mögliche Meldepflichten zu speichern.

Wenn Kunden ab dem 1. Oktober 2016 ein neues Konto oder Depot eröffnen, ist die einmalige Abgabe einer Selbstauskunft zur Bestätigung der steuerlichen Ansässigkeit(en) sowie der entsprechenden Steueridentifikationsnummer(n) verpflichtend.

Wurde einmal eine plausible Selbstauskunft erbracht, ist es bei neuerlicher Kontoeröffnung nicht notwendig eine neue Selbstauskunft vorzulegen, solange sich keine Änderungen in den bisher deklarierten Daten des Kunden ergeben.

Für Bestandskonten/-depots (Eröffnung vor dem 1. Oktober 2016) ist/sind vom Kontoinhaber bei Vorliegen von melderelevanten Indizien auf Aufforderung durch das Finanzinstitut ebenfalls die steuerliche(n) Ansässigkeit(en) und TIN(s) durch die Abgabe einer Selbstauskunft zu erklären. In dieser Selbstauskunft kann der Kunde die dem Finanzinstitut bekannten Informationen bestätigen oder er kann sie mit Hilfe von geeigneten Dokumenten widerlegen. Wird keine plausible Selbstauskunft und gegebenenfalls geeignete Dokumentation gegenüber dem Finanzinstitut erbracht, so ist das Finanzinstitut verpflichtet eine Meldung aufgrund der vom Finanzinstitut festgestellten Indizien vorzunehmen.

In welchen Fällen kommt es zu einer Meldung?

Wenn Kunden als steuerlich ansässig in einem am CRS teilnehmenden Staat außer Österreich identifiziert wurden, ist das Finanzinstitut verpflichtet, ihre Daten (sowie gegebenenfalls Daten der beherrschenden Personen) jährlich an das Finanzamt zu melden, welches diese Informationen gegebenenfalls mit den Finanzbehörden der teilnehmenden Staaten in welchen der Kunde steuerlich ansässig ist austauscht. Das Gleiche gilt, wenn Kunden zwar in Österreich steuerlich ansässig sind, aber gleichzeitig über weitere ausländische steuerliche Ansässigkeiten verfügen.

Diese Meldepflicht gilt ab dem Jahr 2017 jeweils für das vorangegangene Kalenderjahr.

Welche Daten werden gemeldet?

Das Finanzinstitut ist grundsätzlich verpflichtet alle Bankkonten (Girokonten, Sparbücher usw.) und Depots von Kunden die in einem oder mehreren teilnehmenden Ländern steuerlich ansässig sind zu melden.

Die folgenden Kunden- und Kontodaten werden gemeldet:

  • Name und Adresse
  • Ansässigkeitsstaat(en) und Steueridentifikationsnummer(n)
  • Geburtsdatum und Geburtsort
  • Konto-/Depotnummer
  • Kontosalden und Depotwerte zum Ende des entsprechenden Kalenderjahres/des Meldezeitraums
  • Laufende Bruttoerträge und Bruttoverkaufserlöse

Auch im Falle einer Kontoschließung ist das Finanzinstitut verpflichtet, das Konto zu melden.

Wo kann ich mich zu meiner steuerlichen Ansässigkeit genauer informieren?

Die steuerliche Ansässigkeit richtet sich grundsätzlich nach den Vorschriften des in Frage kommenden Staates. Anhaltspunkte sind dabei Merkmale wie Wohnsitz, gewöhnlicher Aufenthalt bzw. der Mittelpunkt der Lebensinteressen oder – bei Gesellschaften – der Sitz der Gesellschaft oder der Ort der Geschäftsleitung.

Eine Rechts- sowie steuerliche Beratung kann von Vertretern bestimmter Berufsgruppen erteilt werden. Orientierung zur Frage der steuerlichen Ansässigkeit können auch die Beratungsstellen des Finanzamtes oder das Online-Portal der OECD (Automatic Exchange Portal) geben.

Eine Unterstützung durch das Finanzinstitut bei der Angabe bzw. Bestimmung der steuerlichen Ansässigkeit ist nicht zulässig.

Dr. Redouane Sedrati LL.M.

Head of Management Secretariat
Raiffeisen Zentralbank Österreich AG
Am Stadtpark 9, 1030 Wien
Tel: +43-1-26216-1626
Fax: +43-1-71707-761626
redouane.sedrati@rzb.at
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