Unternehmenstruktur | RZB-Gruppe

Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) ist das Kernunternehmen der RZB-Gruppe. Die 1927 gegründete RZB ist Österreichs drittgrößte Bank und das Spitzeninstitut der österreichischen Raiffeisen Bankengruppe (RBG), der nach Bilanzsumme größten Bankengruppe des Landes. Die RBG repräsentiert ungefähr ein Viertel des heimischen Bankenmarktes, verfügt mit knapp 2.200 selbständigen Banken und deren Filialen über das dichteste Bankstellennetz des Landes und beschäftigt rund 25.000 Mitarbeiter.

Die dreistufig aufgebaute RBG besteht aus den lokalen Raiffeisenbanken, den Raiffeisen-Landeszentralen auf Bundesländerebene und der RZB. Die Raiffeisenbanken sind private genossenschaftliche Kreditinstitute und Eigentümer der Raiffeisen-Landeszentrale ihres jeweiligen Bundeslandes. Diese wiederum halten gemeinsam rund 88 Prozent der RZB-Stammaktien.

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Die Nummer 1 in Österreich

Die Raiffeisen Bankengruppe Österreich (RBG) ist die stärkste Bankengruppe des Landes. Sie verfügt über das dichteste Bankstellennetz Österreichs und repräsentiert ein gutes Viertel des gesamten heimischen Bankwesens. Die Raiffeisen Bankengruppe verwaltet rund € 88 Milliarden Einlagen inländischer Kunden (exklusive Bauspareinlagen) und rund € 51 Milliarden an Spareinlagen. In der Finanzierung liegt der Schwerpunkt bei klein- und mittelständischen Unternehmen, Tourismus und Landwirtschaft. Die RBG hat ihre starke Marktposition durch gesundes Wachstum aus eigener Kraft erreicht. Österreichweit beschäftigt die RBG rund 25.000 Mitarbeiter.

Die dreistufig aufgebaute RBG besteht aus autonomen und lokal tätigen Raiffeisenbanken (1. Stufe), den ebenfalls selbständigen Raiffeisen-Landeszentralen (2. Stufe) sowie der Raiffeisen Zentralbank (3. Stufe).

 

Die Raiffeisen Bankengruppe (RBG) ist dreistufig aufgebaut

1. Stufe: Die 494 selbständigen Raiffeisenbanken (2011: 513) mit ihren 1.671 Bankstellen (2011: 1.682) sowie die Raiffeisen-Landeszentralen und Spezialgesellschaften bilden ein flächendeckendes und weitläufiges Bankstellennetz. Mit ihren insgesamt 2.199 Geschäftsstellen in Österreich hat die RBG einen Anteil von rund 42 Prozent an allen österreichischen Bankniederlassungen. Die Raiffeisenbanken eines Bundeslandes sind Universalbanken, die alle Bankdienstleistungen anbieten und gleichzeitig Eigentümer ihrer jeweiligen Landeszentrale sind.

2. Stufe: Die 8 Raiffeisen-Landeszentralen (Raiffeisenlandesbank bzw. Raiffeisenverband) übernehmen den Liquiditätsausgleich und bieten weitere zentrale Dienstleistungen für die Raiffeisenbanken ihres Wirkungsbereiches an. Trotz der klaren Zuordnung im Aufbau der RBG beschränkt sich das Geschäftsgebiet nicht auf geografische Grenzen. Darüber hinaus agieren die Raiffeisen-Landeszentralen als selbständige Universalbanken und sind Aktionäre der Raiffeisen Zentralbank. 89,86 Prozent des Grundkapitals der Raiffeisen Zentralbank werden von den regional tätigen Raiffeisen-Landeszentralen gehalten.

3. Stufe: Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) ist das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe und bildet in dieser Funktion mit zentralen Serviceaufgaben die dritte Stufe.



Bild: Struktur Raiffeisen Bankengruppe

 

RZB-Konzernstruktur

In ihrer heutigen Form entstand die Raiffeisen Zentralbank im Oktober 2010. Wesentliche Teile des operativen Geschäfts der Raiffeisen Zentralbank – vor allem das Firmenkundengeschäft, die Produktbereiche und das Investmentbanking – wurden abgespalten und mit der Raiffeisen International verschmolzen. Daraus ist die nunmehrige RBI AG hervorgegangen. Die Raiffeisen Zentralbank hält rund 78,5 Prozent an diesem neuen Institut.
 

Konzernspitze und Spitzeninstitut

Seit der Umstrukturierung zeigt sich die Raiffeisen Zentralbank in einer neuen Struktur. Sie ist Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe, Konzernspitze für die RZB-Gruppe und Serviceeinheit für die Raiffeisen Bankengruppe Österreich. Die Rolle der Raiffeisen Zentralbank als historisch gewachsenes Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich zeigt sich gerade im Aufgabenbereich „Sektor“. Darin übernimmt die Raiffeisen Zentralbank wesentliche Serviceaufgaben für eine effiziente Zusammenarbeit in einem dezentralen Bankenverbund.

So hält und koordiniert die Raiffeisen Zentralbank die Mindestreserve sowie die gesetzlich vorgeschriebene Liquiditätsreserve der einzelnen angeschlossenen Institute. Zudem nimmt sie neben Liquiditäts- und Mindestreserve auch Einlagen von und gibt Refinanzierungen an die angeschlossenen Institute als Unterstützung für deren Liquiditätsmanagement.

Neben der Rolle als Zentralinstitut bietet die Raiffeisen Zentralbank dem Raiffeisensektor noch zahlreiche Dienstleistungen an. Unter aderem koordiniert die Raiffeisen Zentralbank die Einhaltung der Mindestreserve der RBG bei der OeNB, indem sie die Zahlungsströme determiniert, bündelt und an die OeNB weiterleitet.

Neben dem Firmenstandort Wien ist die Raiffeisen Zentralbank mit einer Repräsentanz in Brüssel vertreten.

Raiffeisen Bank International AG - Bedeutendste Beteiligung der RZB-Gruppe

Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) ist mit einer Bilanzsumme von € 149 Milliarden zum 31. März 2012 die drittgrößte Bank und eine der führenden Kommerz- und Investmentbanken des Landes. Sie entstand 2010 aus der Fusion der Hauptgeschäftsfelder der RZB mit der Raiffeisen International Bank-Holding AG. Die RBI betrachtet Österreich, wo sie als eine führende Kommerz- und Investmentbank tätig ist, und Zentral- und Osteuropa (CEE) als ihren Heimmarkt. Das breite Vertriebsnetz der Raiffeisen International in CEE und die umfassende Produktpalette der RZB stärken sie in ihrer Position als eine der führenden Universalbanken der Region. In Österreich ist sie auf das Kommerzbank- und Investment Banking-Geschäft spezialisiert, betreut die Top-1.000-Unternehmen des Landes und versteht sich als die Corporate Finance-Bank für diese Kundengruppe und als ein führender Anbieter bei Exportfinanzierungen.

Eine der größten Bankengruppen in CEE

Die RZB hat sich schon zu einer Zeit in CEE engagiert, als die politischen Umbrüche in der Region und der Fall des „Eisernen Vorhangs” noch lange nicht absehbar waren: Schon 1986 gründete sie ihre erste Tochterbank in Ungarn. Damit verfügt die RZB über 25 Jahre Erfahrung im Bankgeschäft in CEE. In der RBI hat sie ihr Bankennetzwerk – eines der größten der Region – gebündelt. 17 Märkte werden durch Tochterbanken, Leasingfirmen und eine Reihe anderer Finanzdienstungsunternehmen abgedeckt.

In Ergänzung der Produkte und Dienstleistungen ihres Kerngeschäftes bietet die RBI auch auf den Märkten Zentral- und Osteuropas eine Reihe von finanznahen Dienstleistungen von spezialisierten Unternehmen. Darunter fallen beispielsweise Mergers & Acquisitions, Privatisierungen und Consulting, Eigenkapitalbeteiligungen, Immobilienentwicklung, Projektmanagement und Fondsmanagement.

Nischen-Player auf internationalen Märkten

In den internationalen Märkten außerhalb von CEE tritt die RBI als Nischen-Player auf und bietet im Wege ihrer Repräsentanzen und Filialen ein speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnittenes Produktsortiment an.

Mit Filialen in Singapur, Beijing und Xiamen sowie Repräsentanzen in Harbin, Hongkong, Zhuhai, Seoul, Mumbai und Ho Chi Minh City ist die RBI die österreichische Bank mit der stärksten Präsenz in Asien. Über Geschäftsstellen in New York und London, einer Bank in Malta sowie Vertretungen in Brüssel, Frankfurt am Main, Paris, Stockholm, Chicago und Houston ist die RBI auch in internationalen Finanzzentren gut positioniert. Sie unterstreicht damit ihre Funktion als Ost-West-Drehscheibe.
 

Bild: Das Netzwerk der Raiffeisen Bank International AG
 

Andreas Ecker-Nakamura

Head of Public Relations
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