Unternehmensstruktur | RZB-Gruppe

Die 1927 gegründete Raiffeisen Zentralbank (RZB) ist das Kernunternehmen der RZB-Gruppe. Sie bildet den drittgrößten Bankkonzern Österreichs und das Spitzeninstitut der österreichischen Raiffeisen Bankengruppe (RBG), der nach Bilanzsumme größten und stärksten Bankengruppe des Landes. Die RBG repräsentiert ungefähr ein Viertel des heimischen Bankenmarktes, verfügt mit knapp 2.100 Geschäftsstellen über das dichteste Bankstellennetz des Landes und beschäftigt österreichweit rund 29.000 Mitarbeiter.

Die dreistufig aufgebaute RBG besteht aus den lokalen Raiffeisenbanken, den Raiffeisen-Landeszentralen auf Bundesländerebene und der RZB. Die Raiffeisenbanken sind private genossenschaftliche Kreditinstitute und Eigentümer der Raiffeisen-Landeszentrale ihres jeweiligen Bundeslandes. Diese wiederum halten gemeinsam rund 90 Prozent der RZB-Stammaktien.

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Raiffeisen Bankengruppe

Die Nummer 1 in Österreich

Die Raiffeisen Bankengruppe Österreich (RBG) ist die größte Bankengruppe des Landes und verfügt über das dichteste Bankstellennetz Österreichs. Sie verwaltet rund € 98,6 Milliarden Einlagen inländischer Kunden (exklusive Bauspareinlagen) und € 48,7 Milliarden an Spareinlagen. In der Finanzierung liegt der Schwerpunkt bei klein- und mittelständischen Handels-, Dienstleistungs-, Gewerbe- und Industrie-Unternehmen, im Tourismus und der Landwirtschaft. Österreichweit beschäftigt die RBG rund 29.000 Mitarbeiter.

Die dreistufig aufgebaute RBG besteht aus autonomen und lokal tätigen Raiffeisenbanken (1. Stufe), den ebenfalls selbständigen Raiffeisen-Landeszentralen (2. Stufe) sowie der Raiffeisen Zentralbank (3. Stufe).

 

Die Raiffeisen Bankengruppe (RBG) ist dreistufig aufgebaut

1. Stufe: Die 474 selbständigen Raiffeisenbanken mit ihren 1.578 Bankstellen sowie die Landeszentralen und Spezialgesellschaften bilden ein flächendeckendes und weitläufiges Bankstellennetz. Die lokal tätigen Raiffeisenbanken sind Universalbanken, die alle Bankdienstleistungen anbieten und gleichzeitig Eigentümer ihrer jeweiligen Landeszentrale sind.

2. Stufe: Die acht Raiffeisen-Landeszentralen (Raiffeisenlandesbank oder Raiffeisenverband) übernehmen den Liquiditätsausgleich und bieten weitere zentrale Dienstleistungen für die Raiffeisenbanken ihres Wirkungsbereiches an. Trotz der klaren Zuordnung im Aufbau der RBG beschränkt sich das Geschäftsgebiet nicht auf geografische Grenzen. Darüber hinaus agieren die Raiffeisen-Landeszentralen als selbständige Universalbanken und sind Aktionäre der RZB. Rund 90 Prozent des Grundkapitals der RZB werden von den regional tätigen Raiffeisen-Landeszentralen gehalten.

3. Stufe: Die RZB ist das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe und bildet in dieser Funktion mit zentralen Serviceaufgaben die dritte Stufe.


Bild: Struktur Raiffeisen Bankengruppe

 

RZB

RZB-Konzernstruktur

In ihrer heutigen Form entstand die RZB im Oktober 2010. Wesentliche Teile ihres operativen Geschäfts – vor allem das Firmenkundengeschäft, die Produktbereiche und das Investmentbanking – wurden abgespalten und mit der Raiffeisen International verschmolzen. Daraus ging die nunmehrige RBI AG hervor. Die RZB hält rund 60,7 Prozent an der RBI.
 

Konzernspitze und Spitzeninstitut

Seit der Umstrukturierung zeigt sich die Raiffeisen Zentralbank in einer neuen Struktur. Sie ist Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe, Konzernspitze für die RZB-Gruppe und Serviceeinheit für die Raiffeisen Bankengruppe Österreich. Die Rolle der Raiffeisen Zentralbank als historisch gewachsenes Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich zeigt sich gerade im Aufgabenbereich „Sektor“. Darin übernimmt die Raiffeisen Zentralbank wesentliche Serviceaufgaben für eine effiziente Zusammenarbeit in einem dezentralen Bankenverbund.

So hält und koordiniert die Raiffeisen Zentralbank die Mindestreserve sowie die gesetzlich vorgeschriebene Liquiditätsreserve der einzelnen angeschlossenen Institute. Zudem nimmt sie neben Liquiditäts- und Mindestreserve auch Einlagen von und gibt Refinanzierungen an die angeschlossenen Institute als Unterstützung für deren Liquiditätsmanagement.

Neben der Rolle als Zentralinstitut bietet die Raiffeisen Zentralbank dem Raiffeisensektor noch zahlreiche Dienstleistungen an. Unter anderem koordiniert die Raiffeisen Zentralbank die Einhaltung der Mindestreserve der RBG bei der OeNB, indem sie die Zahlungsströme determiniert, bündelt und an die OeNB weiterleitet.

Neben dem Firmenstandort Wien ist die RZB mit einer Repräsentanz in Brüssel vertreten.

RBI

Raiffeisen Bank International AG - Bedeutendste Beteiligung der RZB-Gruppe

Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) ist mit einer Bilanzsumme von € 114,4 Milliarden zum 31. Dezember 2015 die drittgrößte Bank und eine der führenden Kommerz- und Investmentbanken des Landes. Sie entstand 2010 aus der Fusion der Hauptgeschäftsfelder der RZB mit der Raiffeisen International Bank-Holding AG. Die RBI betrachtet Österreich, wo sie als eine führende Kommerz- und Investmentbank tätig ist, und Zentral- und Osteuropa (CEE) als ihren Heimmarkt. Ihr breites Vertriebsnetz in CEE und die umfassende Produktpalette machen sie zu einer der führenden Universalbanken der Region.

Eine der größten Bankengruppen in CEE

Die RZB hat sich schon zu einer Zeit in CEE engagiert, als die politischen Umbrüche in der Region und der Fall des „Eisernen Vorhangs” noch lange nicht absehbar waren: Schon 1986 gründete sie ihre erste Tochterbank in Ungarn. Damit verfügt die RZB über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bankgeschäft in CEE. In der RBI hat sie ihr Bankennetzwerk – eines der größten der Region – gebündelt. 14 Märkte werden durch Tochterbanken, Leasingfirmen und eine Reihe anderer Finanzdienstleistungsunternehmen abgedeckt.

In Ergänzung der Produkte und Dienstleistungen ihres Kerngeschäftes bietet die RBI auch auf den Märkten Zentral- und Osteuropas eine Reihe von finanznahen Dienstleistungen von spezialisierten Unternehmen. Darunter fallen beispielsweise Mergers & Acquisitions, Privatisierungen und Consulting, Eigenkapitalbeteiligungen, Immobilienentwicklung, Projektmanagement und Fondsmanagement.

Nischen-Player auf internationalen Märkten

Auf den internationalen Märkten außerhalb von CEE tritt die RBI als Nischen-Player auf und bietet im Wege ihrer Repräsentanzen und Filialen ein speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnittenes Produktsortiment an.

Mit Filialen in Singapur und Peking sowie Repräsentanzen in Zhuhai, Seoul, Mumbai und Ho Chi Minh City hat die RBI eine starke Präsenz in Asien. Die USA werden durch eine Repräsentanz in New York betreut. Durch die Filiale London sowie Vertretungen in Brüssel, Frankfurt, Paris und Stockholm ist sie auch in Westeuropa gut positioniert und unterstreicht damit ihre Funktion als Ost-West-Drehscheibe.
 

Bild: Das Netzwerk der Raiffeisen Bank International AG
 

Ingrid Krenn-Ditz

Head of Group Communications | Corporate Spokeswoman
Raiffeisen Bank International AG
Am Stadtpark 9, 1030 Wien
Tel: +43-1-71707-6055
Fax: +43-1-71707-3802
ingrid.krenn-ditz@rbinternational.com
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