Stakeholder

Die RZB-Gruppe definiert jene Personen und Personengruppen als ihre Stakeholder, die im Zusammenhang mit ihrer direkten oder indirekten Geschäftstätigkeit berechtigte Anliegen gegenüber dem Unternehmen haben. Dazu gehören in erster Linie die Mitarbeiter, Kunden, Eigentümer, Tochterunternehmen und Beteiligungen, Lieferanten sowie Geschäftspartner der RZB-Gruppe. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Stakeholder, zu denen wechselseitige und regelmäßige Beziehungen bestehen.

Die Einbindung der Stakeholder ist einer der Handlungsschwerpunkte der Nachhaltigkeitsstrategie und Kernprozess unseres Nachhaltigkeitsmanagements. Die Identifikation von relevanten und sensiblen Themen erfolgt durch den wertschätzenden und regelmäßigen Dialog mit den Stakeholdern. Das ist insbesondere Aufgabe des Issue-Managements und der Wesentlichkeitsanalyse der RZB-Gruppe. Neben regelmäßigen Dialogen mit den unterschiedlichsten Stakeholdern, analysieren und bewerten wir alle zwei bis drei Jahre Themen hinsichtlich ihrer Relevanz für die Stakeholder und die RZB-Gruppe. Ergebnisse und kontroversielle Themen aus den Stakeholderdialogen finden Eingang in die Nachhaltigkeitsgremien der RZB-Gruppe, wo entsprechende konkrete Zielsetzungen und Maßnahmen zur Weiterentwicklung ihres Nachhaltigkeitsmanagements abgeleitet werden.

2015

Dr. Schuster - Stakeholder Council 2015

Am 18. November 2015 nahmen 70 Personen verschiedener Stakeholdergruppen (aus den Bereichen Kunden und Geschäftspartner, Mitarbeiter und Eigentümer, Finanzwelt und Rating-Agenturen, Bildung und Forschung, Interessensvertretungen, Medien, Politik und Verwaltung, NGOs und NPOs) am sechsten Stakeholder Council der RZB-Gruppe teil. In seiner Begrüßung unterstrich RZB-Vorstandsdirektor Johannes Schuster die Bedeutung von Nachhaltigkeit als Leitprinzip unternehmerischen und zukunftsorientierten Handelns. Aufgrund der herausfordernden globalen Entwicklungen sei es aber nicht immer einfach, die richtige Balance zu finden. Er nahm Bezug auf die kürzlich von der Staatengemeinschaft verabschiedete „Agenda 2030“ für nachhaltige Entwicklung. Diese greift mit den "Sustainable Development Goals" – neben der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung – auch ökologische Nachhaltigkeit auf.

Zudem ging er auf die sogenannte "NFI-Richtlinie" zur verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung in der EU ein, die seit Oktober 2014 in Kraft ist. Die RZB-Gruppe habe bereits eine umfangreiche Nachhaltigkeitsberichterstattung, die zeige, welche umfassenden Aktivitäten gesetzt werden. Es gehe dabei aber nicht um Quantität, sondern um die Qualität des Inhalts und der Maßnahmen. Der größte Hebel im Sinne der Nachhaltigkeit liege aber im Kerngeschäft, und da gäbe es noch viel zu tun. Im Anschluss daran präsentierte Andrea Sihn-Weber, Leiterin des Nachhaltigkeitsmanagements der RZB-Gruppe, was seit dem letzten Stakeholder Council erreicht wurde, und welche Projekte derzeit umgesetzt werden.

Gastredner mit Denkanstößen

Das Council stand unter dem Titel "Zukunftsfähig durch Nachhaltigkeit". Welche Aspekte der Gastredner, Franz-Josef Radermacher, international renommierter Nachhaltigkeitsexperte, mit diesen Schlagworten verbindet, gab er in seiner halbstündigen Keynote zum Besten, die großes Interesse bei den Zuhörern hervorrief. Mit Zitaten wie "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier" (M. Ghandi), Thesen wie "Wir fahren mit Vollgas gegen die Wand, das aber zertifiziert" und Aussagen wie "Armutsbekämpfung ist aktuell nur auf Kosten von Klimaschutz möglich" regte er intensiv zum Nachdenken und Diskutieren an.

Auch mit Kritik wurde nicht gespart: Das Klimaproblem könnte man theoretisch lösen, aber man werde es vermutlich nicht tun. Denn, wir schaffen es seit Jahrzehnten nicht, uns auf verbindliche Ziele zu einigen, die Innovation, Verhaltensänderung und Kostenwahrheit fördern. Hinzu kommt, dass die Sustainable Development Goals unverbindlich sind, und über keine entsprechenden finanziellen Ressourcen und Verantwortlichen verfügen. Einzige Chance wäre eine gemeinsame Global-Governance-Verständigung darauf, dass die Ökonomie nur dann eine Zukunft habe, wenn sie ökologisch und sozial reguliert würde.
 

Nachhaltigkeit im Kerngeschäft des Bankensektors

Zu diesem Themenkreis wurden in verschiedenen Gruppen im Rahmen von Workshops diskutiert. So stand beispielsweise die Forderung der Gesellschaft in Bezug auf Nachhaltigkeit im Bankensektor und der mögliche Umgang der RZB-Gruppe zur Diskussion. Thematisiert wurde auch die Beeinflussung des nachhaltigen Wertschöpfungsprozesses einer Bank samt konkreten Ansätzen für die RZB-Gruppe. In einer offenen Diskussionsrunde wurde die Frage des Engagements der RZB-Gruppe bei nationalen und europäischen (politischen) Governance-Thematiken besprochen. Aufgrund ihrer Aktualität wurde auch die Einbindung der globalen nachhaltigen Entwicklungsziele (ausgehend von den UN Sustainable Development Goals) im Kerngeschäft beleuchtet.

 

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2014

StakeholderPodium

Am 12. November 2014 fand das 5. Stakeholder Council der RZB-Gruppe statt, an dem 65 Vertreter der unterschiedlichsten Anspruchsgruppen (aus den Bereichen Kunden und Geschäftspartner, Mitarbeiter und Eigentümer, Finanzwelt und Rating-Agenturen, Bildung und Forschung, Interessensvertretungen, Medien, Politik und Verwaltung, NGOs und NPOs) teilnahmen.

Nach der Begrüßung durch Vorstandsdirektor Johann Strobl präsentierte Andrea Sihn-Weber, Leiterin des Nachhaltigkeitsmanagements, was seit dem letzten Stakeholder Council erreicht wurde und welche Maßnahmen derzeit umgesetzt werden.

Zukunftsthemen

Im Vorfeld zur Veranstaltung fand eine Fokusgruppe zum Thema „RZB-Gruppe 2025: Nachhaltige Zukunftsszenarien und -strategien“ statt. Damit wurde dem im vorjährigen Stakeholder Council geäußerten Wunsch nach mehr unterjähriger Einbindung der Stakeholder, aber auch dem Wunsch nach Vertiefung von Zukunftsthemen Rechnung getragen. In moderierten Workshops wurden zwei konkrete Fragestellungen diskutiert:

  • Welchen Themen muss sich eine zukunftsfähige Bankengruppe stellen?
  • Welche Chancen u. Risiken ergeben sich daraus, und welche Empfehlungen lassen sich für die RZB-Gruppe ableiten, damit diese im Jahr 2025 nachhaltig, erfolgreich und zukunftsfähig agiert?

Deren Outputs wurden von Brigitte Jandl, Leiterin RBI Investment Finance, vorgestellt. Zum Abschluss der Veranstaltung stand eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft der Bankenbranche“ auf dem Programm. Unter der Moderation von Reinhard Friesenbichler (Geschäftsführer der rfu Unternehmensberatung) diskutierten Eveline Balogh (Leiterin Organisation, Bauen, Umwelt und Sicherheit der OeKB), Peter Lennkh (Vorstand Corporate Banking der RBI), Johannes Schuster (Sektor-Vorstand der RZB) und Leo Seiler (Geschäftsführer der Seiler Asset Management GmbH. Ein Novum im Rahmen des Councils war die Umsetzung einer Wesentlichkeits- und Impactbewertung durch die Teilnehmer in Form eines interaktiven Votings.

RZB Stakeholder Council 2014 RZB Stakeholder Council 2014 RZB Stakeholder Council 2014

RZB Stakeholder Council 2014 RZB Stakeholder Council 2014

2013


„Wir schaffen nachhaltigen Wert im Dialog“ – unter diesem Motto stand das vierte Stakeholder-Council der
RZB-Gruppe am 20. November.
Die vorgegebenen Diskussionsthemen aus den Handlungsfeldern verantwortungsvoller Banker, fairer Partner und engagierter Bürger (analog zur Nachhaltigkeitsstrategie) lauteten:

  • Erwartungen zu nachhaltigen Produkten,
  • Chancen-, Innovations- und Risikomanagement,
  • Die gewünschte weitere Stakeholder-Einbindung,
  • Bewusstseinsbildung zur Nachhaltigkeit bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie in der Gesellschaft,
  • Work-Life-Balance
  • Nachhaltiges Unternehmertum

Insgesamt mehr als 60 Teilnehmer arbeiteten intensiv an diesen sieben Themen. Im Fokus stand dabei die Frage, auf welche Herausforderungen in den nächsten drei Jahren Antworten gefunden werden sollten. Ein weiteres Ziel in den Workshops war es, Best-Practice-Beispiele herauszuarbeiten.

Im Anschluss standen interne und externe Stakeholder-Vertreter dem Publikum in einer informativen Podiumsdiskussion zur Verfügung.

Die zahlreichen konstruktiven Inputs der Teilnehmer werden nach entsprechender Analyse und Auswertung Eingang in das Leistungsprogramm des Nachhaltigkeitsmanagements 2014 finden.
 

2012

Am 30. November 2012 lud die RZB-Gruppe bereits zum dritten Mal zu einem Dialogforum, dem Stakeholder Council, ein. Zielsetzung des Stakeholder Councils war, die Stakeholder zu informieren und zu diskutieren, mit welchem strategischen Verständnis die RZB-Gruppe ihre unternehmerische Verantwortung wahrnimmt. Die internen und externen Teilnehmer waren gefordert, sich aktiv einzubringen, ausgewählte Themen zu priorisieren und konkrete Ideen und Empfehlungen zu erarbeiten, wie die RZB-Gruppe ihre Performance zu einzelnen Nachhaltigkeitsthemen verbessern kann.

Anschließend fand eine Überprüfung dieser Themen auf ihre Wesentlichkeit und wahrgenommene Performance statt. Dies geschah mittels einer umfassenden Online-Stakeholder-Befragung.

Stakeholder Council 2013


Während des Stakeholder Councils entstand eine grafische Visualisierung unserer Strategie:
 

Visualisierung Strategie RZB Nachhaltigkeitsmanagement

2011

Im Jahr 2011 fand das zweite Stakeholder Council der RZB-Gruppe statt. Zahlreiche Vertreter der Stakeholder diskutierten in einem Workshop über die Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts- und Finanzsystems. Der Wiederaufbau des Vertrauens in die Finanzbranche wurde als wichtigstes Zukunftsthema identifiziert.

Mag. Andrea Sihn-Weber

Leitung Nachhaltigkeitsmanagement der RZB-Gruppe, Geschäftsführung RKI
Raiffeisen Zentralbank Österreich AG
Am Stadtpark 9, 1030 Wien
Tel: +43-1-26216-6069
andrea.sihn-weber@rzb.at
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