Betriebsökologie

Als RZB-Gruppe bekennen wir uns zu Umwelt- und Klimaschutz mit dem Ziel, Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten. Daher wird laufend daran gearbeitet, die Nachhaltigkeitsstandards und die wichtigen ökologischen Steuerungsgrößen in den relevantesten Bereichen kontinuierlich zu verbessern. Das Umweltmanagementsystem in Österreich orientiert sich an internationalen Standards (ISO14001). Hier geht es nicht um die bloße Erfüllung gesetzlicher Vorgaben oder Normen, sondern vielmehr um die Optimierung des Energie- und Ressourceneinsatzes, und damit um eine nachhaltige Ressourcennutzung. Auch die Netzwerkbanken sind sich ihrer umweltbezogenen Verantwortung bewusst und arbeiten daran, diese kontinuierlich zu verbessern.

Nachstehende Grafik zeigt die umweltrelevanten Bereiche der RZB-Gruppe sowie deren Auswirkung auf die CO2e-Emissionen.

 

Übersicht CO2e-Emissionen der RZB-Gruppe 2015

 

Aus der Grafik ist ersichtlich, dass die größten Positionen der CO2e-Emissionen der RZB-Gruppe (Summe 60.601 Tonnen (t) bzw. minus acht Prozent zum Vorjahr) den Energieverbrauch und Ge-schäftsverkehr betreffen. Besonders relevant ist die Einteilung der Emissionen in drei „Scopes“ (welche die Einteilung der CO2-Emissionen nach Greenhouse Gas Protocol definieren):

  • Scope 1 umfasst alle Treibhausgas-Emissionen, die direkt im Unternehmen anfallen; z. B. aus der Verbrennung stationärer Quellen (wie Kraftwerke, Heizkessel), aus der Verbrennung mobiler Quellen (wie aus dem unternehmenseigenen Fuhrpark), aus den Produktionsprozessen sowie aus flüchtigen Emissionen.
  • Scope 2 umfasst indirekte Emissionen, welche für die Energiebereitstellung des Unternehmens entstehen, wenn ein Energieversorgungsunternehmen Strom oder Wärme für dieses Unterneh-men bereitstellt.
  • Scope 3 umfasst alle anderen Emissionen, die innerhalb der Systemgrenze verursacht werden, z. B. Mobilität mittels Flugzeug, Bahn und Fremdfuhrpark sowie Bürobedarf (wie Papier).

Die meisten Emissionen sind mit 48 Prozent in Scope 2 (vor allem verursacht durch den Stromver-brauch) zu finden, gefolgt von Scope 3 mit 41 Prozent (auch hier ist der Stromverbrauch an erster Stelle gefolgt vom Flugverkehr). Scope 1 mit elf Prozent an dritter Stelle wird vor allem durch den Ge-schäftsverkehr mit eigenen PKW verursacht.

 

Umweltziele

Details zu den Umweltzielen finden Sie hier:

Umweltziele und -maßnahmen der RZB-Gruppe

 

Maßnahmen-

übersicht

Details zur Maßnahmenübersicht finden Sie hier:

Maßnahmenübersicht Betriebsökologie der RZB-Gruppe 2015

 

Betriebsbezogene Umweltkennzahlen

Details zu den betriebsbezogenen Umweltkennzahlen finden Sie hier:

Betriebsbezogene Umweltkennzahlen der RZB-Gruppe 2015

 

 

 

Energie

Der indirekte Energieverbrauch ist mit ca. 70 Prozent der größte Verursacher der CO2-Emissionen der RZB-Gruppe. Davon hat der Stromverbrauch einen Anteil von 91 Prozent, der Wärmebedarf einen Anteil von ca. neun Prozent. Der direkte Energieverbrauch (Notstromaggregat) hat einen vernachlässigbaren Anteil an den Gesamtverbräuchen und –emissionen. Der Ökostromanteil der RZB-Gruppe liegt bei rund 18 Prozent. In Österreich wird zu 100 Prozent Ökostrom bezogen.

Der gesamte indirekte Energieverbrauch der RZB-Gruppe betrug im Jahr 2015 rund 107 GWh (minus vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Davon wurden etwa 78 GWh für Strom und 29 GWh für Wärme benötigt. Den größten Anteil am Stromverbrauch hat Südosteuropa mit ca. 31 Prozent (wobei in Südosteuropa teilweise mit Strom geheizt wird), beim Wärmeverbrauch ist Osteuropa mit ebenfalls ca. 31 Prozent der größte Verbraucher.

Den geringsten Anteil am Energieverbrauch haben das Spitzeninstitut und die Verbundunternehmen mit sechs Prozent am Stromverbrauch bzw. acht Prozent am Wärmeverbrauch. Bezogen auf Mitarbeiter und Jahr liegt der durchschnittliche Energieverbrauch für Strom und Wärme insgesamt bei 4.606 kWh. Dabei hat die RBI AG mit 8.842 kWh/MA den höchsten Energieverbrauch (Grund dafür ist, dass sich der Großteil der Mitarbeiter der RBI AG an dem noch nicht energieeffizienten Standort befindet), den geringsten hat Zentraleuropa mit 3.567 kWh/MA.

 

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Grafiken zum Energieverbrauch finden Sie hier:

Grafiken Energieverbrauch RZB-Gruppe 2015

Verkehr

Der Geschäftsverkehr ist der zweitgrößte CO2-Verursacher der RZB-Gruppe. Aus diesem Grund werden in diesem Bereich laufend Verbesserungsmaßnahmen evaluiert. So wurde im Jahr 2013 die Travel Policy für Dienstreisen nach Umweltaspekten überarbeitet und Ende 2014 eine Mobilitätserhebung (siehe Nachhaltigkeitsbericht der RZB-Gruppe 2014) durchgeführt. Um den Geschäftsverkehr zu reduzieren, wurde in Österreich und in fast allen Netzwerkbanken das Videokonferenzsystem ausgebaut.

Der Reiseverkehr der RZB-Gruppe beträgt rund 61 Millionen pkm (Personenkilometer bzw. pkm werden aus der Anzahl der beförderten Personen und der zurückgelegten Strecke errechnet). Davon hat Zentraleuropa den größten Anteil mit 34 Prozent bzw. 21 Millionen pkm. Den geringsten Anteil haben das Spitzeninstitut und die Verbundunternehmen mit sechs Prozent bzw. ca. drei Millionen pkm.

Der Geschäftsverkehr bezogen auf Mitarbeiter und Jahr beträgt im Durchschnitt 2.603 pkm, davon hat die RBI AG die höchste Reisetätigkeit mit 6.920 pkm/MA und Jahr. Dies ist damit zu erklären, dass gerade vom Head Office aus viele Reisen z. B. zu internationalen Interessensvertretungen u. Ä. durchgeführt werden. Den geringsten Geschäftsverkehr pro Mitarbeiter hat Osteuropa mit 1.294 pkm. Der Vergleich der Transportmittel zeigt, dass der Geschäftsverkehr mit eigenen Fahrzeugen mit 53 Prozent den größten Anteil ausmacht, gefolgt vom Flugverkehr mit 33 Prozent. Den geringsten Anteil hat der Bahnverkehr mit etwa drei Prozent.

Der Fuhrpark der RZB-Gruppe ist mit durchschnittlich 136 g CO2- Emissionen/km durchaus umweltfreundlich, wobei Osteuropa einen Wert von 163 g/km aufweist und Zentraleuropa bei 121 g/km liegt.

 

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Grafiken zum Verkehr finden Sie hier:

Grafiken Verkehr RZB-Gruppe 2015

Papier

Im Bereich Materialverbrauch ist das Papier für Finanzdienstleister das wesentlichste Betriebsmittel, es hat jedoch einen sehr geringen Anteil an den CO2e-Emissionen. Bereits seit Jahren ist man bemüht, den Papierverbrauch weiter zu reduzieren. Sowohl in Österreich als auch in den meisten Netzwerkbanken ist doppelseitiger Druck eine Standardeinstellung. Gesamthaft wurden in der RZB-Gruppe im Jahr 2015 ca. 997 Tonnen Papier bzw. acht Prozent mehr als im Vorjahr verbraucht, davon hat Osteuropa mit 36 Prozent bzw. 360 Tonnen/Jahr den größten Verbrauch. Den geringsten Anteil am Gesamtverbrauch haben das Spitzeninstitut und die Verbundunternehmen mit vier Prozent bzw. 35 Tonnen/Jahr. Durch die zusätzliche Aufnahme der Verbundunternehmen in die Berichtsgrenzen hat sich der Papierverbrauch hier allerdings seit dem Jahr 2014 mehr als verdoppelt.

Bezogen auf den Papierverbrauch pro Mitarbeiter und Jahr, der im Durchschnitt bei 8.580 Blatt liegt, hat Osteuropa den größten Verbrauch mit 11.275 Blatt pro Mitarbeiter. Die RBI AG hat mit 6.153 Blatt den geringsten Verbrauch pro Mitarbeiter. Der Anteil an Recyclingpapier liegt in der RZB-Gruppe bei 73 Prozent. Die RBI AG und das Spitzeninstitut und die Verbundunternehmen haben den höchsten Anteil mit 100 Prozent Recyclingpapier.

 

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Grafiken zum Papierverbrauch finden Sie hier:

Grafiken Papierverbrauch RZB-Gruppe 2015

Abfall

Die anfallende Abfallmenge der RZB-Gruppe beträgt etwa 2.882 Tonnen pro Jahr bzw. 124 kg/MA und besteht zu 94 Prozent aus ungefährlichem Abfall (Daten von der Raiffeisen Bank Kosovo J.S.C. liegen nicht vor). Erfreulicherweise hat der Bereich „Abfall“ einen Anteil von lediglich drei Prozent an den Gesamtemissionen der RZB-Gruppe.

Der Abfall wird zu ca. 35 Prozent verbrannt, zu 28 Prozent kommt er auf Deponien, zu 31 Prozent wird er aufbereitet. Elektrogeräte haben einen Anteil von sechs Prozent. Der gefährliche Abfall, wie auch Elektrogeräte, werden entsprechend ordnungsgemäß entsorgt. Zentraleuropa hat mit 36 Prozent bzw. 1.049 Tonnen den größten Anteil am gesamten Abfallaufkommen. Die geringste Abfallmenge weisen das Spitzeninstitut und die Verbundunternehmen mit sieben Prozent bzw. etwas über 193 Tonnen Gesamtabfall/Jahr auf. Bezogen auf die Mitarbeiterkennzahl hat die RBI AG mit 188 kg/MA die größte Abfallmenge (Gründe dafür sind vor allem der sukzessive Austausch alter Büromöbel sowie Umbauarbeiten). Den geringsten Abfall pro Mitarbeiter verzeichnet Südosteuropa mit 71 kg/MA.

 

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Grafiken zum Abfall finden Sie hier:

Grafiken Abfall RZB-Gruppe 2015

Gütertransport

Der Paketdienst- und Gütertransport wirkt sich in den Scope 1- und 3-Emissionen aus und macht einen Anteil von ca. einem Prozent an allen Emissionen der RZB-Gruppe aus.

Der gesamte Paketdienst- und Gütertransport beträgt nach aktuellem Datenstand rund 696.611 tkm (Tonnenkilometer bzw. tkm werden aus der transportierten Masse in Tonnen und der dabei zurückgelegten Wegstrecke in Kilometern berechnet). Davon hat Südosteuropa den größten Anteil mit 75 Prozent bzw. rund 520.000 tkm (und berichtet diesen Wert inklusive aller Bankstellen). Der geringste Anteil wird hier nicht gesondert angeführt, da noch nicht von allen Netzwerkbanken Werte vorliegen.

 

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Grafiken zum Gütertransport finden Sie hier:

Grafiken Gütertransport RZB-Gruppe 2015

Wasser

Der Wasserverbrauch der RZB-Gruppe (ausschließlich Leitungswasser) ist vergleichsweise gering und wirkt sich kaum auf den CO2-Fußabdruck aus (liegt unter einem Prozent). Der gesamte Wasserverbrauch lag 2015 bei 263.599 m3 bzw. 11 m3/MA und Jahr. Den größten Anteil am gesamten Wasserverbrauch weist mit über 84.179 m3 bzw. 32 Prozent auf, den geringsten Anteil haben das Spitzeninstitut und die Verbundunternehmen mit 14.238 m3 bzw. fünf Prozent. Den größten Wasserverbrauch pro Mitarbeiter hat die RBI AG mit 20 m3/Jahr (Grund dafür sind die Betriebsküche sowie Grünflächen), den geringsten Anteil hat Zentraleuropa mit acht m3/Jahr.

 

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Grafiken zum Wasserverbrauch finden Sie hier:

Grafiken Wasserverbrauch RZB-Gruppe 2015

CO2-Emissionen

Die durchschnittlichen CO2e-Emissionen1 betragen 60.601 Tonnen (t) und konnten im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent, im Vergleich zum Jahr 2011 (Datum der Ersterfassung) um 17 Prozent reduziert werden. Im Jahr 2015 sind in der RZB-Gruppe 6.767 Tonnen CO2e Scope 1 (elf Prozent), 29.226 Tonnen (48 Prozent) Scope 2 sowie 24.608 Tonnen (41 Prozent) Scope 3 zuzurechnen. Die Scope 1–3-Emissionen sind im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent gesunken.

Der Energieverbrauch macht mit 42.623 t CO2e ca. 70 Prozent (plus ein Prozent zum Vorjahr) der Emissionen aus und ist der größte Verursacher der Emissionen der RZB-Gruppe. Diese wirken sich vor allem in Scope 2, aber zum Teil auch in Scope 1 und 3 aus. Der Ökostromanteil der RZB-Gruppe liegt bei rund 18 Prozent.

Der Geschäftsverkehr generiert mit 13.428 t CO2e ca. 22 Prozent (minus fünf Prozent zum Vorjahr) der Emissionen. Somit ist der Verkehr der zweitgrößte Verursacher der Emissionen der RZB-Gruppe. Dies wirkt sich sowohl in Scope 1 als auch in Scope 3 aus.

Der Papierverbrauch liegt mit 2.291 t CO2e bei rund vier Prozent der Emissionen (plus 23 Prozent zum Vorjahr). Damit ist der Papierverbrauch zwar der drittgrößte Verursacher der Emissionen der RZB-Gruppe, aber dennoch vernachlässigbar gering. Die Auswirkungen zeigen sich ausschließlich in Scope 3. Der Recyclinganteil beim Materialeinkauf beläuft sich auf 73 Prozent.

Der Abfall ist mit 1.628 t CO2e ebenfalls vernachlässigbar und macht ca. drei Prozent der Emissionen aus (minus ein Prozent zum Vorjahr). Die Auswirkungen zeigen sich ausschließlich in Scope 3. Die sonstigen Emissionen werden durch den Paketdienst- und Gütertransport und den Wasserverbrauch verursacht, die sich nach derzeitigen Erhebungen auf rund ein Prozent belaufen. Die Emissionen wirken sich sowohl in Scope 1 als auch in Scope 3 aus.

Zentraleuropa hat mit 38 Prozent den größten Anteil an den Gesamtemissionen bzw. 23.205 Tonnen CO2e (minus 22 Prozent zum Vorjahr). Den geringsten Anteil haben das Spitzeninstitut und die Verbundunternehmen mit einem Prozent bzw. 873 Tonnen CO2e (minus 17 Prozent zum Vorjahr). Die CO2e-Emissionen der RZB-Gruppe pro Mitarbeiter und Jahr liegen bei ca. 2.602 kg (minus elf Prozent zum Vorjahr). Zentraleuropa hat den größten Wert pro MA mit ca. 3.191 kg CO2e/MA und Jahr. Den geringsten Anteil verzeichnen das Spitzeninstitut und die Verbundunternehmen mit 783 kg CO2e/MA.

 

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Grafiken zum CO2-Emissionen finden Sie hier:

Grafiken CO2-Emissionen RZB-Gruppe 2015