29.07.2016 - Ergebnisse des EBA Stresstests für die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH

Für die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Mehrheitsaktionärin der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB), wurden die Ergebnisse des Stresstests der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlicht. Die RZB und somit auch die Raiffeisen Bank International AG (RBI), waren als Teil der Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH Gegenstand des EZB-Stresstests. Die veröffentlichten Daten beziehen sich auf die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH. Eine geforderte Kapitalquote (CET1 Ratio) zum Bestehen des Stresstests wurde von der EZB in diesem Jahr nicht festgelegt. Die Szenarien wurden auf Basis der Bilanzstruktur per 31.12.2015 berechnet.

„Die Ausgangssituation mit einer Kernkapitalquote von 10,5 Prozent war sehr niedrig. Unsere Erwartungen waren daher von Anfang an gedämpft. Das von der EBA konstruierte ungünstige Szenario bezog sich auf sehr niedrige BIP-Prognosen für die Märkte in CEE und eine besonders negative NPL-Entwicklung“, sagt Walter Rothensteiner, Generaldirektor der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB).

Zum 31.12.2015 lag die CET1 Ratio (transitional) der Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH bei 10,5%, die CET1 Ratio (fully loaded) bei 10,2%. Im Basisszenario wurde per Ende 2018 eine CET1 Ratio (transitional) von 12,4% erreicht, die CET1 Ratio (fully loaded) betrug 12,3% zum gleichen Stichtag. Im ungünstigen Szenario lagen sowohl die CET1 Ratio (transitional) als auch die CET1 Ratio (fully loaded) zum 31.12.2018 bei 6,1%.

Die Stärkung des Eigenkapitals ist ein wesentliches Ziel für die RZB-Gruppe. Aus diesem Grund hat die RBI Anfang 2015 ein Transformationsprogramm gestartet, mit dem Ziel, bis Ende 2017 eine CET1 Ratio (fully loaded) von mindestens 12% zu erreichen. Da dem Stresstest die Bilanz per 31.12.2015 zugrunde liegt, sind wichtige Eckpunkte dieses Transformationsprogramms nicht in den Szenarien enthalten. Diese umfassen unter anderem den beabsichtigten Verkauf der polnischen Einheit, den bereits abgeschlossenen Verkauf der slowenischen Bank, den Rückzug aus den USA und die Redimensionierung in Asien sowie die weitere Reduktion der risikogewichteten Aktiva in Russland. Des Weiteren hat die RZB zusätzliche Maßnahmen eingeleitet, die sich positiv auf die Kapitalstruktur auswirken.

„Wir sind uns unserer Kapitalsituation bewusst und setzen bereits seit geraumer Zeit entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung unserer Kapitalbasis. Dazu zählen das RBI-Transformationsprogramm genauso wie der angekündigte Teilverkauf der UNIQA-Anteile und die Vereinfachung der Gruppenstruktur“, so Rothensteiner.

Die konkreten Stresstest-Ergebnisse finden Sie auf der EBA-Website:

http://www.eba.europa.eu/risk-analysis-and-data/eu-wide-stress-testing/2016

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